08.04.2007

Amelie Fried: Die Findelfrau ***

Buch-CoverAuch Amelie Fried wurde mir aus dem Bekanntenkreis heraus schon häufig empfohlen. Ich griff nun also zu ihrem gerade erschienen Roman »Die Findelfrau«.

Darin nimmt sich Amelie Fried gleich zwei große Themen vor: die Ehe und was sie gelingen bzw. scheitern läßt sowie das Thema Adoption, wobei letzteres insgesamt den größeren Raum einnimmt.

Sie läßt ihre Protagonistin Holly mit 38 Jahren erfahren, daß sie ein sogenanntes Findelkind ist und adoptiert wurde. Natürlich eine Neuigkeit, die für Holly alles auf den Kopf stellt. Als sie wenig später auch noch erfährt, daß ihr Mann Chris das schon seit über einem Jahrzehnt wußte, ihr aber nichts gesagt hat, stellt sie auch ihre bis dahin eigentlich glückliche Ehe und Beziehung grundsätzlich in Frage. Das bringt ihre Familie zu der auch ihre zwei Kinder gehören in eine tiefe Zerreißprobe.

Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, beginnt sie den wenigen Hinweisen nachzugehen die es auf ihre eigentliche Herkunft gibt und diese Nachforschungen bringen sie schließlich bis nach Ägypten, wo sie ihre leibliche Mutter zu finden hofft.

Das alles hat Amelie Fried sehr flüssig ohne allzu großen Firlefanz drumherum und recht schlüssig erzählt. Natürlich ist das, was sie schreibt keine anspruchsvolle Literatur aber es ist eine leichte Lektüre, die zu unterhalten weiß und eine durchaus glaubwürdige Geschichte erzählt. Ich werde sicher kein Fan von Amelie Fried, bedauere es aber auch nicht mal etwas von ihr gelesen und so zumindest einen Eindruck von ihrer Art zu schreiben und zu erzählen gewonnen zu haben.


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