05.03.2006
Literatur kulinarisch: Lageressen in Niederländisch Ostindien während des II. Weltkrieges
Geert Mak: Das Jahrhundert meines Vaters
Fast unmerklich verschlechterte sich die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Zuerst aßen wir immer Reis, aber jetzt wurde der allmählich durch Mais ersetzt. Unbehandelter Mais ist schwer verdaulich, aber einige hatten einen Fleischwolf mitgenommen und machten daraus jetzt ein kleines Geschäft. Ich habe dann angeboten, einen dieser Fleischwölfe zu drehen, und so bekamen wir unseren Mais gratis gemahlen.
Dann gab man uns auch Sojabohnen - auch ganz schwer verdaulich - und Rumbia, Brei aus Baumrinde, ein Zeug, das sogar ich ungenießbar fand. Aber wenigstens hatten wir immer Sojasprossen, gemahlene Garnelen und Palmöl. Ich machte jetzt selbst schon mal ein kleines Feuerchen, und bald habe ich auch angefangen zu kochen. So lernte ich, mit sehr geringen Mitteln doch etwas Eßbares zustande zu bringen. Zum Beispiel habe ich auch Schneckenkuchen gemacht, aus selbst gefangenen Schnecken. Das Rezept war einfach: Man schmorte Schnecken in einer Blechbüchse auf kleiner Flamme, so bildet sich dann auf dem Boden allmählich eine Masse aus zähflüssigem Schneckenfleisch, und das klebt man dann mit kleinen Resten Reis oder Mais zusammen. Das Ganze war durchaus eßbar, fand ich.
Agnes meinte dazu am
05.03.2006:
Hallo Liisa,
da ich auf Deiner Website kein Gästebuch finde, erlaube ich mir hier meine Glückwünsche zu Deinem Geburtstag zu schreiben.
Ich hoffe Du hast nichts dagegen.
Herzlichen Glückwunsche, alles Gute für das neue Jahr, bleibe gesund und weiterhin so kreativ, das wünsche ich Dir.
Liebe Grüße
Agnes
Liisa meinte dazu am
06.03.2006:
Liebe Agnes, vielen Dank für Deine Glückwünsche! Das ist sehr nett von Dir, daß Du daran gedacht hast.
Ein Gästebuch gibt es hier schon länger nicht mehr. Ich hatte es einfach satt, da ständig Werbeeinträge etc. rauszulöschen.
Liebe Grüße
Liisa
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