24.12.2011

Rafik Schami: Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte ***

Buch-CoverIn diesem schmalen Büchlein erzählt Rafik Schami aus seiner Kindheit, von seinem geliebten Großvater und wie er selbst zum Erzähler heranwuchs und reifte.

Darüber hinaus philosophiert er über die Kinder von heute bzw. ihre Kindheit im Vergleich zu seiner früher, über den Unterschied zwischen einem Erzähler und einem Schriftsteller, über die Wechselbeziehung zwischen Erzähler und Publikum, über Märchen und deren Bedeutung in der Literatur und für die Entwicklung des Menschen.

Unter anderem enthält das Buch auch die Vorlesung, die er zum Antritt seiner Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel im Jahr 2010 gehalten hat. Auch da zeigt sich wieder, dass er durch und durch ein Erzähler ist, denn er führt einen Dialog mit Ibo Aristo, der die theoretischeren Teile des Vortrags »übernimmt« und erzählt von Don Quijote, der für ihn so eine Art heimlicher »Mentor« darstellt und verwebt auch noch Teile seiner eigenen Lebensgeschichte in diesen Vortrag.

Das ist durchaus interessant und aufschlußreich zu lesen aber ich war ehrlich gesagt doch ein bisschen enttäuscht, weil ich irgendwie darauf eingestellt war, hauptsächlich neue Erzählungen bzw. Geschichten/Märchen von Schami zu lesen. Das kommt davon, wenn man den Klappentext möglichst nicht vorab liest und dann nicht weiß, was man wirklich zu erwarten hat - wobei das kann einem auch nach Lektüre mancher Klappentexte passieren.


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