16.12.2011

Derek Meister: Todfracht ****

Buch-CoverUnd Ostsee die Dritte! Diesmal wieder mit den Hanser Rungholt, der im mittelalterlichen Lübeck zuhause ist und zum vierten Mal versucht ein Verbrechen aufzuklären.

Rungholt wird zusammen mit seinem Freund, dem schonischen Kapitän Marek, Zeuge wie ein paar Mordgesellen ein Paar überfallen, dass sich gerade auf einem Schiff umschaute. Den Mann kann Rungholts und Mareks Eingreifen nicht mehr retten aber wenigstens die Frau, Cyrielle. Als sie endlich in der Lage ist auf Rungholts Fragen zu antworten, erzählt sie eine berührende Geschichte. Sie und ihr Mann waren auf der Flucht und es sind Engländer, die ihnen nach dem Leben trachten. Rungholt nimmt die fremde Frau in sein Haus auf und versucht die Mörder ihres Mannes ausfindig zu machen. Doch die Attentäter lassen nicht locker und machen weiter Jagd auf seinen Gast. Warum sind sie so unerbittlich darauf aus auch noch die Frau zu ermorden?

Fast gleichzeitig wird in einer Sickergrube eine tote Dirne gefunden. Da tritt der ehemalige Rychtevoghede Kerkering wieder auf den Plan und erpresst Rungholt mit seinem Wissen über dessen Vergangenheit, diesen Fall aufzuklären.Schnell finden sich zwei Zeugen, die behaupten, als letztes ausgerechnet den neuen Lübecker Rychtevoghede Plönnies mit ihr gesehen zu haben. Allerdings handelt es sich bei den Zeugen um zwei rechte Galgenvögel und Rungholt wittert, dass sie falsches Zeugnis ablegen. Doch warum? Was haben sie wirklich gesehen? Und wieso reagiert Plönnies so aufgebracht als er ihn befragt. Hat er vielleicht doch die Dirne ermordet?

Aus diesen beiden Erzählsträngen knüpft Derek Meister wieder einen spannenden Fall, der eine gänzlich unerwartete aber durchaus historisch denkbare Wendung nimmt. Mir ist der bärbeißige Rungholt inzwischen fast ein bisschen ans Herz gewachsen und so habe ich mich wieder gut unterhalten gefühlt. Der nächste Band der Serie soll im nächsten Jahr erscheinen. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.


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