09.12.2011

Veronika Peters: Das Meer in Gold und Grau ***

Buch-CoverIch liebe das Meer und besonders die Ostsee, so hat ein Roman, der an der Ostsee spielt bei mir schon mal einen Pluspunkt an sich. Veronika Peters Roman »Das Meer in Gold und Grau« spielt an der Ostsee, an ihrem westlichen Ende.

Katia, ihre Protagonistin und die Erzählerin im Roman, steht nicht nur kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag sondern auch vor den Scherben ihres bisherigen Lebens. Sonderlich erfolgreich war das bisher auch nicht aber sie hatte zumindest eine Arbeitsstelle und einen Freund. Dumm nur, dass er ein Kollge und auch verheiratet ist und er ihr als die Affaire auffliegt den Laufpass gibt, womit der Job gleich auch futsch ist.

Katia flüchtet sich an die Ostsee, wo eine ihr unbekannte Tante, die Halbschwester ihres Vaters, wohnt und ein kleines Strandhotel, namens »Palau«, betreibt. Tante Ruth nimmt sie auf und so lernt Katia auch Tante Ruths Mitstreiterin Elisabeth und den ganzen Rest der mehr oder weniger dauerhaften Bewohner des Hotels kennen. Den Koch Sergei, die polnischen Putzfrauen Anita und Bascha, den alten dozierenden Heinrich, den seine eigene Familie nicht aufnehmen wollte, Frank, den Nachbarn und den Doc. Ein kleiner Mikrokosmos, der sich da für Katia auftut.

Tante Ruth ist ein recht herber Charakter aber Katia ist trotzdem fasziniert von ihr und nach und nach wird sie zu einem Teil der »Palau-Familie« und trägt ihren Teil zur Aufrechterhaltung des Hotelbetriebs bei. Doch die Idylle an der Ostsee täuscht und nach und nach wird auch für Katia deutlich, dass hier ein Kampf ums Überleben stattfindet und das in mehrfacher Hinsicht. Für sich selbst stellt sich wieder einmal die Frage: Bleiben oder weglaufen.

Soweit so gut. Leider hat mich der Roman nicht wirklich überzeugen können. Die Figuren bleiben teils doch sehr holzschnittartig und wirklich neue Erkenntnisse hat mir der Roman auch nicht gebracht. Richtig unterhaltsam fand ich ihn leider auch nicht, was vermutlich daran liegt, dass man das alles so oder ähnlich schon öfter in anderen Romanen gelesen hat. Schade, man hätte mehr aus der Grundidee machen können und die Ostsee selber, das Meer in Gold und Grau, spielt nur eine kleine Nebenrolle.


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