08.12.2011

Laura Joh Rowland: Der Wolkenpavillon ****

Buch-CoverEndlich hat es mich mal wieder ins mittelalterliche Edo verschlagen, wo Laura Joh Rowlands Held, der Samurai Sano Ichiro, nicht nur Verbrecher verfolgt, sondern über die Jahre auch eine einflußreiche politische Position als einer von zwei Kammerherrn des Shogun errungen hat. Sein größter Rivale Yanigasawa ist der zweite Kammerherr und zum ersten Mal scheint so etwas wie Friede zwischen ihnen zu herrschen. Gemeinsam setzen sie ihren immensen Einfluß ein, um Japan so gut wie möglich zu führen.

Da verschwindet Sanos Cousine Chiyo, spurlos und ihr Vater bittet ihn um Hilfe bei der Suche. Der Kontakt zwischen Sano und diesem Teil des Familienclans ist seit Jahren abgebrochen, denn seine Mutter, die dem Clan angehört, wurde aus dem Clan verstoßen. Doch Sano kann und will dem Onkel trotzdem seine Bitte nicht abschlagen und seine Cousine ihrem Schicksal überlassen.

Dann taucht die Chiyo plötzlich wieder auf. Ihr Entführer hat sie wieder laufen lassen, doch sie wurde vergewaltigt. Sano versucht weiter den Täter zu ermitteln und muss feststellen, dass Chiyo nicht das erste Opfer war. Schon zwei andere Frauen, eine alte Nonne und die Tochter eines Bandenchefs, wurden auf ähnliche Weise entführt und mißbraucht. Fieberhaft jagen Sano und seine Männer den oder die Täter, um weitere Opfer zu verhindern, doch das gestaltet sich überraschend verzwickt und schwierig. Dann aber nimmt der Fall eine völlig unerwartete Wende, als die Frau des Shogun selbst entführt wird. Der Shogun setzt Sano und Yanisawa eine Frist bis zu der sie seine Frau gefunden haben müssen, sonst droht ihnen und ihren Familien die Todesstrafe.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Laura Joh Rowland ihre Krimi-Serie fortschreibt und welchen Wendungen und Auf und Abs des Schicksals sie ihren Helden aussetzt. Es ist und bleibt spannend, die Geschichte und das Schicksal des sympathischen Sanos und seiner Familie zu verfolgen.


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