27.11.2011

Deon Meyer: Rote Spur ***

Buch-CoverNachdem mir die Krimi-Romane, die ich bisher vom südafrikanischen Autor Deon Meyer gelesen habe, alle recht gut gefallen haben, war ich natürlich auch auf seinen jüngsten Krimi »Rote Spur« gespannt.

Einer der südafrikanischen Geheimdienste bekommt Hinweise darauf, dass ein islamistischer Anschlag in Südafrika geplant sein und bald stattfinden könnte. Fieberhaft machen sich die Agenten daran, mehr herauszufinden und die Drahtzieher dingfest zu machen. Im Recherche-Team, das mit diesem Fall betraut ist, arbeitet die Hausfrau und Mutter Milla Strachan, die es nach Jahren in einer unglücklichen Ehe geschafft hat, sich aus dieser zu befreien. Im Laufe der Ermittlungen taucht ein Mann auf, der - zufällig oder geplant? - Kontakt zu Milla aufnimmt. Der Geheimdienst verdächtigt ihn bald, zur CIA zu gehören, die ebenfalls im Land aktiv ist. Oder gehört er zu den Planern des islamistischen Anschlags?

Dann ist da der Bodyguard Lemmer, der von einem alteingesessenen Karooer gebeten wird, einen heiklen Transport von Spitzmaulnashörnern, die aus Simbabwe kommen, zu begleiten. Die Tiere werden begleitet von der toughen und ehrgeizigen Cornél, die wie sich später herausstellt, noch ganz andere Pläne hat.

Und schließlich taucht auch noch Mat Joubert auf, der aus dem offiziellen Polizeidienst ausgeschieden ist und nun als Privatermittler für eine Agentur arbeitet. Sein erster Fall ist die Suche nach dem Ehemann einer jungen Frau, der spurlos verschwunden ist.

Zwischen diesen drei »Strängen«, gibt es mehr oder weniger viele Querverbindungen und am Ende bindet Deon Meyer den Sack auch irgendwie - mehr schlecht als recht, für meinen Geschmack - zu. Ich bin mit »Rote Spur« nicht warm geworden und habe mich ziemlich durchgequält, was vor allem daran lag, dass es sehr viele Figuren gibt und die Fäden der ersten beiden Stränge, irgendwann einfach hängengelassen werden. Im dritten Teil habe ich dann immer darauf gewartet, dass diese Stränge endlich wieder aufgenommen und weitergeführt bzw. mit dem dritten Teil verknüpft werden aber das geschieht erst ganz am Ende und auf für mich sehr unbefriedigende Art und Weise.

Meiner Ansicht nach, hätte Deon Meyer aus diesen drei Strängen lieber drei einzelne, dafür aber auserzählte getrennte Geschichten machen sollen, statt sie so zu »verwursten«. »Rote Spur« ist für mich ein Beispiel für: zu viel auf einmal gewollt und sich dabei leider verzettelt, bzw. verhoben.

Schade, dass mich dieser Krimi nicht überzeugen konnte. Da ich aber weiß, dass Deon Meyer es wesentlich besser kann, hoffe ich einfach auf zukünftige Veröffentlichungen.


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