30.10.2011

Jan Costin Wagner: Das Licht in einem dunklen Haus ****

Buch-CoverEndlich hat Jan Costin Wagner die Krimi-Reihe um seinen Kommissar Kimmo Joentaa fortgeschrieben. Der bekommt es mit dem Fall einer unbekannten Toten zu tun. Schwerverletzt wurde sie vor einigen Wochen in einem Straßengraben gefunden und hat seither im Koma bzw. Wachkoma gelegen. Als sie im Krankenhaus stirbt, wird schnell klar, dass sie im Krankenhaus ermordet wurde. Wer war die Frau und warum wurde sie getötet und warum hat der Mörder offenbar dabei geweint?

Auch in seinem Privatleben ist Kimmi Joentaa auf der Suche, denn seine Geliebte, Larissa, von der er kaum etwas sicheres weiß, verschwindet.

Kimmi Joentaa macht sich zusammen mit seinen Kollegen auf die Suche nach dem Mörder und die Suche führt ihn schließlich in ein winziges abgelegenes Dorf und weit zurück in die Vergangenheit.

Die Melancholie, die ein Kennzeichen von Kimmi Joentaa und überhaupt dieser Krimireihe ist, setzt sich auch in diesem Band fort und findet, wie ich es empfunden habe, sogar einen Höhepunkt darin. Teilweise fand ich die Lektüre wirklich deprimierend, dabei aber zugleich meisterhaft durch die Erzählweise geschaffen.

Ich mag Kimmo Joentaa und bin sehr gespannt, wie es mit ihm und Larissa weitergehen wird. Zugleich bin ich froh, dass in den letzten Tagen die Sonne schien, während ich las. Interessierte Leser, die die Lektüre erwägen und vielleicht selber mit depressiven Phasen zu tun haben, sollten die Lektüre vielleicht doch besser auf nächstes Frühjahr oder sogar den Sommer verschieben.


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