13.08.2011

Yrsa Sigurdardottir: Feuernacht ****

Buch-CoverNachdem mich der erst kürzlich gelesene Vorgängerband »Die eisblaue Spur« aus der Krimiserie um die isländische Anwältin Dora Gudmundsdottir von Yrsa Sigurdardottir enttäuscht hat, bin ich mit einigen Befürchtungen an den jüngsten Band der Serie gegangen.

In »Feuernacht« bekommt es Dora Gudmundsdottir mit der Aufarbeitung eines eigentlich schon abgeschlossenen Falles zu tun. Ausgerechnet ein Sexualstraftäter, der als geisteskrank weggesperrt wurde, bittet sie, sich des Falles eines anderen Gefangenen anzunehmen, den er für unschuldig hält. Der junge Jakob ist mit dem Down-Syndrom geboren und soll in einem Heim für Behinderte ein Feuer gelegt haben, dem außer ihm und einer anderen jungen Heimbewohnerin, alle anderen Heimbewohner zum Opfer gefallen sind. Jakob ist verurteilt und soll ebenfalls für immer weggesperrt bleiben.

Sonderlich glücklich ist Dora Gudmundsdottir über diesen Auftrag nicht, liest sich aber die Akten doch durch und stößt sich zunächst vor allem an der schlechten Arbeit des Verteidigers von Jakob. Weitere Nachforschungen bringen immer mehr Unstimmigkeiten zutage und schüren Dora Gudmundsdottir Mißtrauen und schließlich auch ihren Gerechtigkeitssinn. Sollte Jakob tatsächlich unschuldig verurteilt worden sein, kann sie das nicht einfach auf sich beruhen lassen.

Ich war wirklich erleichtert, dass der neue Band der Serie wieder deutlich spannender und besser ausgefallen ist. Ein interessanter und verwickelter Fall, bei dem man obendrein noch das ein oder andere über die Situation schwerst Behinderter auf Island und den Umgang mit ihnen auch in der (gar nicht so weit zurückliegenden) Vergangenheit erfährt.


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