07.08.2011

Yrsa Sigurdardottir: Die eisblaue Spur **

Buch-CoverNach dem Mittelalter in Lübeck ging es im nächsten Krimi nach Island bzw. Grönland. Yrsa Sigurdardottir hat ihre Krimi-Serie um die Anwältin Dora Gudmundsdottir mit »Die eisblaue Spur« fortgesetzt. Darin wird Dora Gudmundsdottir gebeten, als Anwältin für eine Bank, ein Ermittlungsteam zu begleiten, das herausfinden soll, was in dem Camp einer isländischen Bergbaufirma vorgefallen ist. Dort ist der Kontakt zu zwei vor Ort verbliebenen Mitarbeitern abgerissen und die anderen Mitarbeiter, die im Urlaub waren, weigern sich nun, ins Camp zurückzukehren und die Arbeiten fortzusetzen. Außerdem ist eine weitere Mitarbeiterin im letzten Arbeitsterm spurlos verschwunden.

Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Ermittlungsteams macht sich Dora Gudmundsdottir also auf nach Grönland und erlebt dort am eigenen Leib, wie es ist quasi abgeschnitten vom Rest der Welt mit einer kleinen Gruppe sehr unterschiedlicher und nicht immer einfacher Menschen auf Gedeih und Verderb zusammenarbeiten zu müssen. Was sie vor Ort herausfinden, trägt auch nicht gerade zu einem harmonischen Miteinander bei und nimmt Züge eines Horrorthrillers an. Die einheimischen Grönländer erweisen sich als äußerst verschlossen und ablehnend. Hat einer von ihnen die vermissten Mitarbeiter auf dem Gewissen? Und was hat es mit dem Gebiet auf sich, das die Inuit meiden wie die Pest?

Ich muss sagen, dass dieser Band der Krimiserie mich leider nicht wirklich überzeugen konnte. Die Idee an sich ist zwar nicht schlecht aber ich habe beim Lesen bald selber eine Art »Koller« bekommen, weil sich alles sehr langatmig entwickelt. Spannung kam zumindest bei mir nicht wirklich auf. Natürlich habe ich mich auch gefragt, wie alles zusammenhängen mag und was passiert ist aber Spannung, nein, die kam an keiner Stelle auf.

»Die Eisblaue Spur« ist sicher einer der schwächeren Bände dieser Serie und ich hoffe sehr, dass das nur ein »Ausrutscher« war, denn der nächste und jüngste Band der Serie liegt schon hier und wird gleich als nächstes gelesen und ich wäre froh, wenn der wieder weniger langweilig ausfallen würde.


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