22.04.2011

Alon Hilu: Das Haus der Rajanis *

Buch-CoverKurz und bündig: Die kurze Inhaltsangabe kann man ja an diversen Stellen im Internet nachlesen. Tatsächlich hält der Roman nicht, was er scheinbar verspricht. Der Schreibstil bzw. die Sprache ist (zumindest in der deutschen Übersetzung) furchtbar und ermüdet beim Lesen.

Handlung findet kaum statt, stattdessen geht es ständig um das unerfüllte Sexualleben des jung verheirateten und von seiner Frau Esther zurückgewiesenen nach Palästina eingewanderten Isaac Luminsky und seinen Versuchen, dem Problem abzuhelfen sowie den wirren Gedankengängen des offenbar geistig kranken muslimischen Salach Rajani, der glaubt im Brunnen auf dem Familienanwesen hause ein Dämon, der nur darauf wartet, ihn vom Leben zum Tode zu befördern und der nach einer zufälligen Begegnung mit Isaac Luminsky glaubt, dieser sei ein Engel und werde ihn retten.

Ich hab versucht, den Roman unvoreingenommen zu lesen und ihm eine Chance zu geben aber habe große Teile schließlich nur noch überflogen und etwa in der Mitte abgebrochen. Sollte der Roman noch zu einem späteren Zeitpunkt eine wichtige Botschaft zu vermitteln haben, hat mich diese Botschaft also nicht erreicht und ich denke, ein wahrer Schriftsteller kann auch nicht erwarten, dass seine Leser sich erst durch hunderte Seiten Murgs wühlen, um dann am Ende vielleicht einen Krümel von Botschaft oder Sinn zu ergattern. Keine Ahnung, warum offenbar literarisch beschlagene Leute glaubten, dieser Roman verdiene ins Deutsche übersetzt zu werden.

Myriel meinte dazu am 01.05.2011:

Puh, da bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige bin, die den Roman entnervt abgebrochen hat.



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