06.01.2010

Benjamin Black: Der silberne Schwan **

Buch-Cover»Der silberne Schwan« ist der zweite Band der Quirke-Reihe, die Benjamin Black alias John Banville schreibt. Nachdem mir der erste Band »Nicht frei von Sünde« recht gut gefallen hat, war ich froh, den zweiten Band in die Hände zu bekommen. Leider fällt der neue Krimi aber deutlich gegen den Auftaktband der Serie ab.

Quirke, Pathologe von Beruf, verwitwet mit einer schon erwachsenen Tochter, die aber lange glaubte, nur seine Nichte zu sein, erhält eines Tages einen Anruf von einem Mann, der zu seiner Zeit an derselben Universität studiert hat. Dessen Frau Deidre ist, scheinbar nach einem Selbstmord, tot aus einem Fluß gezogen worden und er bittet Quirke darum, den Fall zu übernehmen und eine Autopsie zu unterlassen.

Quirke verspricht das, kann aber seiner Neugierde doch nicht widerstehen und schaut sich die Leiche wenigstens gründlich an, macht Bluttests etc. Was er dabei findet bzw. entdeckt, läßt ihn weiter nachforschen, was es mit der Frau auf sich hatte. Er erfährt, dass Sie unter dem Namen Laura Swan einen »Schönheitssalon« geführt hat, zusammen mit dem zwielichtigen Leslie White. Je weiter Quirke forscht, desto verworrener wird alles.

In Rückblenden erzählt Black die Geschichte von Deidre, die den deutlich älteren Billy Hunt heiratete, dann eines Tages auf einen ziemlich dubiosen indischen Geistheiler trifft und über diesen Leslie White kennenlernt und durch diese Bekanntschaft in einen zerstörerischen Strudel gerät. Obwohl sie die Gefahr ahnt, kann sie doch nicht widerstehen und begibt sich immer tiefer in den Sumpf, in den Leslie White sie führt.

Quirke wiederum ist höchst alarmiert, als seine Tochter Phoebe ausgerechnet Leslie White kennenlernt und sich offenbar mit ihm einläßt. Aber auch Billy Hunt hat Leslie White, den ehemaligen Geschäftspartner seiner Frau im Blick und behält so auch Phoebe mit ihm Auge.

Alles in allem, fand ich diesen Krimi zu behäbig und auch langweilig. Die Richtung in die die Geschichte läuft hat mir ebensowenig zugesagt, eher habe ich den Verdacht, dass der Autor sein Vergnügen hatte, sich in diese Richtung zu begeben und dann ordentlich auszuwalzen. Männliche Leser mögen das anders empfinden aber ich fand die Lektüre eher ermüdend und unbefriedigend. Daher von mir für den zweiten Band lediglich zwei Sterne. Ob ich den nächsten Band der Serie lesen werde, weiß ich noch nicht so genau. Vielleicht gebe ich Benjamin Black nochmal eine Chance aber wenn der dritte Band dann auch wieder auf dem Niveau sein sollte, wie der zweite, werde ich diese Serie wohl nicht weiter verfolgen.


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