16.10.2009
Benjamin Black: Nicht frei von Sünde ***

Benjamin Black ist das Pseudonym unter dem der Ire und Booker Preisträger John Banville Krimis schreibt.
»Nicht frei von Sünde« ist der erste Roman um eine Krimiserie, die er schreiben will. Sein Protagonist ist der Chefpathologe an einer Klinik in Dublin namens Quirke. Er ist schon lange verwitwet, fürchtet die Lebenden mehr als die Toten und ist selbstverständlich ('Achtung Klischee!: für einen Iren) recht trinkfest. Eines Abends überrascht er seinen Schwager, einen erfolgreichen Gynäkologen, dabei wie er die Akte einer jungen Toten, die in der Pathologie gelandet ist, offenbar verändert. Quirkes Interesse ist geweckt, erst recht als eine Frau, die die Tote gekannt und mit ihm gesprochen hat, kurz darauf ermordet aufgefunden wird.
Nach und nach kommt er einer erschreckenden Geschichte auf die Spur, die bis in die eigene Familie und über die See nach Amerika reicht und in der anscheinend auch die katholische Kirche verwickelt ist. Vergeblich versuchen verschiedenen Seiten ihn von seinen Nachforschungen abzubringen aber selbst als er fast totgeprügel wird, läßt er nicht locker.
Mir hat der Krimi recht gut gefallen. Black/Banville hat ihn sehr dicht geschrieben und sein Protagonist ist ein gebrochener Held und damit recht interessant angelegt. Das Thema, das Black/Banville in diesem Krimi aufgreift, ist nichts Neues oder besonders Außergewöhnliches aber mir hat der Krimi trotzdem gefallen.
Ich werde, wenn ich die Folgebände der Serie in die Hände bekomme, sicher weiterverfolgen, was Quirke in Zukunft so treiben wird.
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