13.09.2004

Ismail Kadare: Der zerrissene April - 4 ****

Mit "Der zerrissene April" erweist sich Ismail Kadare, der große albanische Literat, wieder einmal als großartiger Erzähler. In diesem Roman wendet er sich dem für Außenstehende so mysteriösen und unverständlichen Thema der Blutrache und dem Kanun (dem uralten Gesetz der Albaner) zu. Am Beispiel von Gjorg, der das Gesetz der Blutrache ausführen muß und damit selbst zum Opfer wird, gewährt Kadare einen ungewöhnlichen Blick auf diese Thematik. Das Ehepaar Vorpsi, das auf einer Reise durch Albaninen ist dient ihm als Beispiel für die Außenstehenden, die nicht wirklich verstehen worum es geht und das ganze eher als dramatischen Aspekt ihrer Reise verstehen. Doch das Thema läßt auch sie und ihre Ehe nicht unverändert. Großartig geschrieben und empfehlenswert. Erfreulich auch das kleine Glossar am Ende des Buches, das noch einige Begriffe etwas ausführlicher erklärt.


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