10.11.2008
Alan Bennett: Die souveräne Leserin ****

Allerorten wird das kleine Büchlein »Die souveräne Leserin« von Alan Bennett gelobt und da das Buch nur 120 Seiten umfasst, habe ich mir gedacht, ich schiebe es mal als Sonntagslektüre dazwischen.
Tatsächlich liegt dem Buch eine nette Idee zugrunde: die englische Queen wird eher zufällig in ihrem ja schon recht beträchtlichen Alter zur literaturbegeisterten Leserin und das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie selbst, ihre unmittelbare Umgebung wie Familie, Bedienstete und selbst ihre Corgies sowie ihre Untertanen und Staatsgäste. Mit viel Charme und auch Witz erzählt Alan Bennett diese Geschichte und streut auch immer wieder kleine Bonmots ein. Es macht schon Spaß mitzuverfolgen, wie die Queen in unbekannte Lesewelten vorstößt und ihre eigenen Schlußfolgerungen über die Autoren, die Menschen und die Welt an sich zieht.
Als »Meisterwerk« wie die kleine Novelle auch schon bezeichnet wurde, würde ich das Buch nicht ansehen - eine ungewöhnliche und nette Idee allein macht noch kein Meisterwerk - aber es ist auf jeden Fall ein Buch, dass eine vergnügliche Lesezeit beschert und sich durchaus auch zum Verschenken eignet. Bleibt am Ende noch die offene Frage, ob die Queen Alan Bennetts Buch wohl auch schon gelesen hat und wenn ja, wie es ihr gefallen hat?
Nantke meinte dazu am
10.11.2008:
Hallo Liisa,
ich muss gestehen - dieses Büchlein ist das erste Mal auf meiner ToRead-Liste aufgetaucht, nachdem die Heidenreich so davon geschwärmt hatte. Inzwischen hab ich in der Buchhandlung zumindest mal reingelesen und fand es ganz ausgesprochen entzückend. Nach Deiner Rezi werde ich es mir nun wirklich mal in Gänze zu Gemüte führen.
Usch meinte dazu am
26.04.2009:
Fand das Büchlein nicht nur oberflächlich amüsant - sondern auch angenehm tiefsinnig!
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