02.09.2004

Carlos María Domínguez: Das Papierhaus - 5 *****

"Das Papierhaus" ist eine Erzählung, die sich kein Bibliophiler entgehen lassen sollte, denn als Bibliophiler muß man diese Erzählung gelesen haben. Aber auch "normale Leser" werden ihre Freude daran haben. Auf knapp 100 Seiten erzählt Carlos María Domínguez eine packende Geschichte, die Buchliebhaber mehr als einmal bestätigend mit dem Kopf nicken läßt, ihnen aber auch Schauer des Entsetzens über den Rücken jagen wird.
Carlos Maria Dominguez wurde 1955 in Buenos Aires geboren und lebt seit 1989 in Montevideo, wo er als Journalist, Literaturkritiker und Schriftsteller arbeitet. Seine Erzählung Das Papierhaus wurde 2001 in Uruguay mit dem Premio Lolita Rubial ausgezeichnet und liegt nun glücklicherweise auch in deutscher Übersetzung vor. Das Buch ist schön gemacht inklusive einer auffaltbaren Landkarte und Papier, das man gerne anfaßt und umblättert. "Das Papierhaus" ist wie ein schönes Stück Torte für Buchliebhaber, mit der Garantie, daß man sich nicht den Magen daran verderben wird. :)

Natalie meinte dazu am 07.09.2004:

Da hast du aber was angerichtet ;-) Nach deinen Worten war ich so neugierig, dass ich mir das Buch auch gleich bestellen musste! Und kaum war es da, habe ich auch gleich angefangen zu lesen. Es ist wirklich sehr schön, danke für den Tipp!


Liisa meinte dazu am 07.09.2004:

Hach, jetzt haben wir "cross-kommentiert" ;o) Von den drei Büchern, die sich mit dem Thema "Bücher" befassen, die ich jetzt hintereinander weg gelesen habe, ist "Das Papierhaus" wirklich das interessanteste und beste Buch! Bin auf Dein endgültiges Fazit gespannt :)


Natalie meinte dazu am 07.09.2004:

*gg* "cross-kommentiert" ;-) Zum Thema Bücher über Bücher: kommt ja gar nicht so selten vor. Im Moment ist ja "Der Schatten der Windes" in aller Munde, das bei dir auch sehr gut weggekommen ist. Ich habe es schon vor mehreren Wochen in der Bibliothek vorgemerkt und hoffe, dass ich es bald bekommen, weil ich schon so neugierig darauf bin. Zu dieser Kategorie passt auch "Der Club Dumas", ist zwar etwas ganz anderes als die bisher erwähnten Titel, aber handelt auch von Bibliophilen. Ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig und bin mir bis heute nicht sicher, ob ich es nun mochte oder nicht, aber interessant war es irgendwie schon.
Und ein absolutes Highlight in dieser Kategorie ist für mich "84, Charing Cross Road" von Helene Hanff. So, wie ich deinen Geschmack bisher einschätze, bin ich mir fast sicher, dass dir das auch gefallen würde.


Liisa meinte dazu am 07.09.2004:

Ja, "Der Schatten des Windes" hat es letztes Jahr unter meine "Top-5 des Jahres" geschafft. Der Club Dumas kenne ich bereits. Aber das Buch von HElene Hanff hab ich noch nicht gelesen, allerdings vorgemerkt. Wußtest Du, daß dieses Jahr ebenfalls von ihr "Briefe aus New York" bei Hoffmann & Campe veröffentlicht worden ist?! Für eine Radiosendung der BBC hat sie regelmäßig Geschichten aus ihrer Stadt (NY) geschrieben und die sind in dem Buch zusammengefaßt. Ich hab es selber noch nicht gelesen, aber auch vorgemerkt.



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