Archiv 2003
14.12.03 - 20.12.2003
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Das, was mich an diesem Krimi fasziniert hat, war nicht der eigentliche Kriminalfall und dessen Aufklärung. Viel interessanter fand ich die Figur des Professors Lorenzo La Marca, dem Ungereimtheiten bei einem (angeblichen) Selbstmord auffallen und der sich dann aufmacht, diese aufzuklären. Lorenzo La Marca, liebt Jazz und Filme, wählt die Jazz-Musik, die er hört passend zur Situation und Stimmung aus und zitiert ständig aus Kinofilmen. Teilweise ziemlich skurril, aber doch faszinierend - ein echter Charakter sozusagen. Ebenso spannend fand ich den für mich zweiten "Hauptcharakter" des Romans, nämlich die Beschreibungen der Stadt Palermo. Nicht verschwiegen werden soll, daß es für die Leser dieses Romans hilfreich sein kann über etwas mehr als den Grundstock an Bildung zu verfügen oder notfalls ein gutes Fremdwörterlexikon bzw. überhaupt Lexikon zur Hand zu haben, sonst entgeht den Lesern mit Sicherheit die ein oder andere Feinheit. Mit hat es jedenfalls gefallen, daß der gesamte Erzählstil ein hohes Niveau hatte. Wunderbar, wie Piazzese mit der Sprache an sich umgeht und wie er selbst kleine Details auf eine Art und Weise zu erzählen weiß, die ungewöhnlich und fesselnd ist. Schade, daß der eigentliche Kriminalfall - für meinen Geschmack zumindest - trotz mehrerer Leichen etwas harmlos daherplätschert und nicht so recht Spannung zu erzeugen weiß. Ansonsten hätte es von mir gerne auch vier Sterne gegeben.
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Die meisten sind mit Douglas Adams wohl eher durch die Galaxie gereist, doch auch seine Reisen auf dieser Erde zu aussterbenden Tierarten, die er zusammen mit dem Zoologen Mark Carwardine gemacht hat und in diesem Buch beschreibt, sind es wert gelesen zu werden. Man wünscht sich einen Reisebegleiter wie Adams, wenn man sich in das Abenteuer stürzt, fremde Länder und Kontinente zu besuchen, denn seine ironische trockene Art und seine feine Beobachtungsgabe lassen selbst die absurdesten und eigentlich unerfreulichsten Mißgeschicke, die einem da zustoßen können wie vergnügliche Episoden erscheinen. Außerdem lernt man noch Wissenswertes z.B. über Aye-Ayes, Kakapos und ähnliche Raritäten der Tierwelt, bekommt überlebenswichtige Tips wie den, daß man, wenn man sich in den Dschungel begibt, besser ameisensichere Strümpfe einpacken sollte und eben eine gute Portion Humor mitbringen sollte, wenn man denn zu solchen Reisen aufbricht. Es hat Spaß gemacht, diese Reiseberichte von Adams zu lesen und da ich gerade wegen schwerer Grippe das "heulende Elend" habe, konnte ich so zwischen den Niesern und Schluchzern doch immer mal wieder herzhaft lachen. ;o)
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Nachdem mir "Illuminati" von Dan Brown so gefallen hatte, wies mich jemand auf Philipp Vandenberg hin. Purpurschatten ist der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe und ich muß gestehen, ich fand ihn ausgesprochen schwach, erst recht im Vergleich zu Illuminati. Für mich einfach enttäuchend.
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