Archiv 2003
09.11.03 - 15.11.2003


14.11.03

199.0 Jeffery Deaver: Lautloses Duell  vier Sterne

"Lautloses Duell" ist meiner Meinung nach ein "Kracher", denn auch wenn es tatsächlich ein Duell der besonderen Art ist, ist es megaspannend. Gefallen hat mir auch, daß ich noch einiges dazulernen konnte, was Computer etc. angeht und das auf eine angenehme Art und Weise. So z.B. daß Ada Lovelace geb. Byron, die Tochter von Lord Byron, der ja Literaturliebhabern bekannt sein dürfte, eine Computerpionierin war, nach der sogar eine Computersprache benannt ist. Die vielen rasanten Wechsel und Wendungen in der Geschichte reißen den Leser bis zum Ende mit und ziehen einen in den Bann des Buches. Allerdings betrachtet man nach der Lektüre seinen Computer doch mit etwas anderen Augen. ;o)
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12.11.03

198.0 John S. Marr: Die achte Posaune  drei Sterne

Nachdem ich von "Die elfte Plage" vom selben Autor restlos begeistert war, war ich nun sehr gespannt auf seinen Roman "Die achte Posaune". Wie sich herausstellt, im Grunde die Fortsetzung von "Die elfte Plage". Leider bleibt "Die achte Posaune" weit hinter "Die elfte Plage" zurück. Die Spannung des ersten Romans fehlt im zweiten fast völlig, was sehr enttäuschend ist. Nach wie vor sehr interessant dagegen der wissenschaftliche Teil bzw. Hintergrund des Romans. Ebenfalls interessant die Idee des Musters, dem der Täter folgt. Schade, daß es nicht gelungen ist, die Spannung vom ersten Roman in den Folgeroman mit hinüber zu nehmen. Auch sollte man wohl "Die elfte Plage" gelesen haben, um manches in diesem Roman nachvollziehen bzw. verstehen zu können. Vor allem aufgrund des wissenschaftlichen und wieder hervorragend recherchierten und aufbereiteten Hintergrunds vergebe ich die drei Sterne, sonst hätte es dafür aus meiner Sicht nicht gelangt.
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10.11.03

197.1 Morten Harry Olsen: Die Osiris-Morde  zwei Sterne

Die "Osiris-Morde" haben mich überhaupt nicht überzeugen können. Die ganze Geschichte klang für mich doch zu sehr nach altbekannten Versatzstücken, die zu einer "neuen" Geschichte zusammengeschustert wurden, dazu noch eine Liebesgeschichte unter den Ermittlern und auch der kurze Ausflug nach Ägypten konnte das Ganze nicht retten. Auf mich machte das ganze den Eindruck einer lieblos heruntergeschriebenen Story.
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197.0 Die Osiris-Morde
... es hilft nichts, daß Menschen sterben, daß viele leiden, das Glück ist gnadenlos und geht seine eigenen Wege, und es ist stark und wird all das und mehr überleben, und es braucht eine Stimme auf dieser Welt, es auch. Jemand, der bereit ist, dem Glück in die Augen zu sehen und es anzunehmen und jedem zu sagen, der es hören will, daß es da ist, daß du ihm nicht entgehen kannst, wenn es sich einmal entschlossen hat, dich zu treffen, und es spielt keine Rolle, wie es dir vorher an dem Tag gegangen ist, es kann zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt kommen, es kann zu dir kommen und sich an die festhaken, nachdem das Abscheulichste, Grausamste passiert ist, das du dir vorstellen kanst. Plötzlich ist es einfach da, und man kann sich ihm nur beugen, den du wärst ein amoralisches Stück Dreck, wenn du es verleugnen und verwerfen würdest aufgrund irgendeines Prinzips, nach dem Motto, das Glück hat nicht zu kommen, solange alles andere so erbärmlich ist. Und mir wird klar, daß das Glück keine unkomplizierte Sache ist, es ist nicht sich selbst genug und kann nicht immer in Ruhe und Frieden genossen werden, und manchmal verlangt es nach Erklärungen und Deutungen, weil es ganz einfach als aufdringlich empfunden werden kann, wenn es sich den falschen Ort und die falsche Zeit ausgesucht hat, und dann ist es gut, wenn jemand verantwortungsvoll genug ist zu meinen, daß es doch nicht so falsch ist, ganz egal, wann es kommt.
Aus:Morten Harry Olsen: Die Osiris-Morde
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9.11.03

196.0 Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Orden des Phönix  fünf Sterne

Seit gestern hab ich sozusagen fast nix anderes gemacht, als den neuen Potter-Band zu lesen und das hat sich für mich auch diesmal wieder gelohnt. Von mir bekommt auch der neue Potter die volle Sternchenzahl. Wieder sehr phantasievoll geschrieben und spannend wie gewohnt. Interessant auch zu beobachten, wie Rowlings Potter langsam zum Teenager heranwachsen läßt. Auf jeden Fall ein echtes Lesevergnügen. Einziger Minuspunkt ist, daß das Buch mit seinen 1021 Seiten sehr schwer ist, für Kinder ja noch schwerer, was es mühsam macht es beim Lesen zu halten. Da ist es gut, wenn man eine Möglichkeit findet, es irgendwo ablegen zu können.
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