Archiv 2003
26.10.03 - 01.11.2003
1.11.03 30.10.03 27.10.03 26.10.03
Nachdem ich schon Bände aus der Serie um Fandorin von Boris Akunin gelesen hatte und dann von einer neuen von ihm geschriebenen Reihe über die Nonne Pelagia hörte, wollte ich auch etwas aus dieser Reihe lesen. Gefallen hat es mir ganz gut. Der Erzählstil erinnert sehr an die russischen Klassiker, was vielleicht auch an der Zeit liegt, in der die Erzählung angesiedelt ist. Wieder ist es ein Krimi, in dem es auch reichlich Tote gibt. Doch das ist nicht das, was diesen Roman in meinen Augen interessant macht. Eher die Charaktere und das Leben in der Provinz, die vor dem Leser ausgebreitet werden.
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190.0 Pelagia und die weißen Hunde
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"Ich meine, in jedem Menschen ist ein Genie verborgen, eine kleine Öffnung, durch die Gott zu sehen ist", erklärte Pelagia. "Doch nur wenigen gelingt es, sie zu entdecken. Die meisten Menschen tappen herum wie blinde Kätzchen und finden sie nicht. Und wenn doch einmal das Wunder geschieht, begreift der Mensch sofort - das ist es, wozu ich auf die Welt gekommen bin, und er lebt ruhig und selbstsicher weiter, ohne andere zu fragen. Das eben ist Genie. Talente kommen bedeutend öfter vor. Das sind die Menschen, die das verwunschene Fensterchen nicht gefunden haben, ihm aber ganz nahe sind und vom Widerschein des wundersamen Glanzes leben."
Aus: Boris Akunin: Pelagia und die weißen Hunde
Ein spannender Polit- und Wirtschaftskrimi, der ins heutige China führt. Interessante Einblicke auch in die jüngere chinesische Geschichte und ihre Auswirkungen auf das heutige China. Ermittlungen, die mit Menschenschmuggel beginnen, schließlich bis zu den berüchtigten Triaden führen und am Ende überraschende Wendungen nehmen. Ein Roman, den man prima mal zur Entspannung zwischendrin lesen kann.
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Ein sehr dichter Roman, der auf eigentümliche Weise erzählt ist. Zum Teil sehr originelle Ideen und Ansätze. Man findet eigentlich alles, von Liebe bis Haß, von Weisheit bis Dummheit. Sehr interessant alles, was sich um die Kunst der orientalischen Buchillustration dreht. Trotzdem hab ich mich mit diesem Roman irgendwie schwergetan. Ich weiß immer noch nicht genau, woran es gelegen hat. Die Thematiken, die angeschnitten wurden, finde ich sehr interessant und eigentlich mag ich auch die orientalisch ausschmückende Erzählweise und trotzdem, irgendwo hat es bei mir gehakt. Daher von mir nur drei Sterne.
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Ein Online-Magazin für internationale Literatur ist Words without Borders. Ich hab bisher nur kurz drüberschauen können, sieht aber recht interessant aus.
via frapp.antville
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187.0 Andreas Eschbach: Die Haarteppichknüpfer 

Ein Science Fiction Roman, der leicht zu lesen ist und eine interessant Geschichte hat. Die Ideen, die Eschbach hier verknüpft sind fesselnd und drehen sich um die Frage von Allmacht und blindem Glauben, der über Generationen weitergegeben wird. Interessant ist, wie es Eschbach ganz nebenbei gelingt, beim Leser Gedanken anzustoßen, die sich auf das Hier und Jetzt beziehen.
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