Archiv 2003
19.10.03 - 25.10.2003


25.10.03

Die Erfolgsformel
Wer mit dem Gedanken spielt mal einen Bestseller zu schreiben, der sollte sich mal mit folgender Formel auseinandersetzen:

E = {a + b +ms} · X
E = Erfolg
a = Autorenfaktoren Talent, Aussehen, Prominenz, Medientauglichkeit
b= Buchfaktoren Titel, Genre, emotionale Qualität, literarischer Anspruch
m = Marktfaktoren Bedarf, Konkurrenz, allgemeine Wirtschaftslage
s = Strategie Timing, Marketing, Investition
X = Glück

gefunden im KulturSPIEGEL 10/2003
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24.10.03

186.0 Amy Tan: Das Tuschezeichen  drei Sterne

Ein Roman, in dem Amy Tan die Geschichte der Frauen einer chinesischen Familie erzählt. Diese Familie hat Geheimnisse denen die Enkelin erst auf die Spur kommt, als ihre Mutter an Alzheimer erkrankt. Es stellt sich heraus, das vieles ganz anders ist, als gedacht. Die verschiedenen Motive für das Bewahren der Geheimnisse werden ebenso deutlich wie die Folgen für die einzelnen Beteiligten. Mich hat es berührt, zu lesen, wie sich Töchter und Mütter in diesem Buch näher kommen, einander verstehen lernen und trotz allem Leid einen Weg nach vorne finden.
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23.10.03

185.0 Taghi Modarressi: Das Buch der Abwesenden  zwei Sterne

Modarressi zählt zu den bedeutendsten persischsprachigen Autoren der Gegenwart. In den späten fünfziger Jahren siedelte er in die USA über, wo dieser Roman zuerst in Englisch erschien. Er später übersetzte er ihn ins Persische. Der Handlung des Romans spielt in den letzten Jahren des Schah-Regimes, kurz vor der islamischen Revolution. Die Geschichte eines großen aber zerstrittenen Clans wird erzählt. Das jüngste Familienmitglied des einen Zweiges macht sich zu Nachforschungen auf und stößt auf eine Reihe dunkler Geheimnisse, die schließlich alles auf den Kopf stellen. An und für sich eine interessante Geschichte, aber ich hab irgendwie mit dem Erzählstil von Modarressi in diesem Roman meine Schwierigkeiten gehabt, so daß ich mich doch ziemlich durch das Buch hindurchgequält habe. Daher von mir nur zwei Sterne.
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22.10.03

184.0 Dan Brown: Illuminati  fünf Sterne



Mit "Illuminati" hat Dan Brown einen echten Knaller abgeliefert. Einen Roman, megaspannend von der ersten bis zur letzten Seite. Brilliant geschrieben, mit interessanten Ausflügen in die Wissenschaft und Kirchengeschichte. Nein, nicht zurückschrecken bei diesen Stichworten! Lesen! Unbedingt!
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20.10.03

183.1 Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes  fünf Sterne

Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich durch die Sendung "Lesen" von Elke Heidenreich. Nein, ich bin nicht eine von denen, die jedes Buch lesen, daß Elke Heidenreich in dieser Sendung empfiehlt. Tatsächlich ist es das erstemal, daß ich ein Buch, das in dieser Sendung empfohlen wurde, gelesen habe. U.a. auch deswegen, weil der Gast in dieser Sendung (Joschka Fischer) genau dieses Buch als Empfehlung mitgebracht und vorgestellt hat. Was ich da hörte, machte mich neugierig. Und ich muß sagen, es war ein Volltreffer. Zafón versteht es wirklich zu erzählen. Die Geschichte hielt mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Es fällt mir schwer, in Worte zu packen, was dieses Buch für mich so wunderbar gemacht hat. Man muß es lesen, um es zu verstehen. Liebesgeschichte, Krimi, ein Roman über das Erwachsenwerden und Verantwortung übernehmen, über Freundschaft und Feindschaft und vieles mehr und das ohne Brüche, ohne nachzulassen miteinander verwoben zu einem wunderbaren Roman. Carlos Ruiz Zafón ist ein Autor, den man im Auge behalten sollte.
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183.0 Der Schatten des Windes
Die Zeit verfliegt desto schneller, je leerer sie ist. Ein bedeutungsloses Leben saust vorbei wie ein Zug, der am eigenen Bahnhof nicht hält.
Aus: Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes
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