Archiv 2003
28.09.03 - 04.10.2003
4.10.03 2.10.03 30.9.03 28.9.03
Zwischendrin einfach mal ein simpler, schlichter Agententhriller. Enthält alles, was so ein Agententhriller enthalten muß, erfordert keine großartigen gedanklichen Verrenkungen, einfach so zum mal zwischendrin reinziehen. Kein ganz schlechter aber auch kein überragender aus diesem Genre. Das einzige was ich persönlich wirklich interessant fand, waren die Informationen über die Restauration von Gemälden, aber das ist nur ein Detail am Rande.
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Was soll ich zu einem Roman von Henning Mankell noch schreiben? Gut, einfach nur unglaublich gut! Wieder eine fesselnde, ungeheuer spannende Story, dazu der von Zweifeln, Diabetes und Müdigkeit gequälte Komissar Wallander, der trotzdem verbissen wie ein Terrier einer Spur folgt, um einen wahnsinnigen Massenmörder zu stellen. Dazu die Gedanken und Beobachtungen zur Situation in Schweden, die teilweise durchaus auch auf andere europäische Länder übertragbar ist. Wie gesagt, ein echter Mankell, der mich mal wieder nicht enttäuscht hat.
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Nobelpreis für Literatur 2003
Dieses Jahr geht der Nobelpreis für Literatur an den Südafrikaner J.M. Coetzee. Tja, ein Autor, von dem ich bisher noch nie was gelesen habe. Werde ich mich also mal schlau machen müssen.
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170.0 Mittsommermord
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"Was wissen Sie eigentlich über Alkoholiker?"
"Daß es viele gibt."
Sie stellte die Tasse auf die Untertasse zurück. "Wir sind viele. Und wir sind verschieden. Und wenn wir zu mehreren sind und vor den Schnapsläden rumhängen, sind wir lästig. Wir sitzen auf Bänken mit Plastiktüten und Hunden. Das ist Pennermilieu, das ist Unterklasse, das, was man am liebsten nicht sehen möchte. Doch wer weiß schon, daß da auf den Bänken ehemalige Ärzte sitzen? Oder Anwälte? Oder warum nicht Polizisten? Der Schnaps hat es gemacht, daß alles den Bach runtergegangen ist. Jetzt liegt die ganze Identität in dieser Plastiktüte. Aber dahinter gibt es noch etwas anderes. Von einem gewissen Punkt an werden Alkoholiker Mitglieder einer Gesellschaft, in der es keine sozialen Unterschiede mehr gibt. Es gibt nur einen Unterschied. Zwischen denen, die Schnaps haben. Und denen, die ihren ausgetrunken und noch keinen neuen haben."
Aus: Henning Mankell: Mittsommermord
Der erste aber ganz sicher nicht letzte Roman von Wolfram Fleischhauer, den ich gelesen habe. Eine fesselnde, spannende Geschichte, die auf hohem Niveau erzählt wird und dabei doch verständlich bleibt und entführt in eine Zeit, in der eine Welt verschwand ... in einem Buch. Ein absolut faszinierendes Lesevergnügen, bei dem ich das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand gelegt habe.
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Nicht zu bestreiten ist, daß Y.C. Kuan ein Leben mit vielen Wendungen und Überraschungen gelebt hat. Und wer wenig Kenntnisse der Geschichte Chinas und vom Leben dort hat, der wird aus dieser Biographie, vieles erfahren, was interessant ist. Mir selbst war die Biographie einfach zu langatmig, zu ausführlich, hatte ihre Längen. Das hat mir das Lesevergnügen doch ziemlich vergällt. Auf jeden Fall aber vermittelt diese Biographie dem Leser eine Vorstellung davon, wie ein Leben in China im vergangenen Jahrhundert für viele ausgesehen hat. Wer sich für diese Zeit und den Kulturraum interessiert, dürfte diese Biographie mit Interesse lesen, ansonsten wohl eher nicht zu empfehlen.
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