Archiv 2003
23.03.03 - 29.03.2003
23.3.03
Ein wunderbarer Roman, prall gefüllt mit dem Leben und seinen Wendungen, dem Glück und dem Leid, dem Licht und Schatten, die zum Leben gehören, erzählt auf eine Weise, die nicht vergoldet aber auch nicht betrauert, sondern das Leben ausbreitet wie einen stetig fließenden Fluß, in dem eine Generation die nächste ablöst. Medea und ihre Kinder, das ist die Geschichte einer großen Sippe, die aus auf verschiedende Länder verteilten Zweigen besteht, die sich allsommerlich im Haus eben jener Medea auf der Krim trifft. Mit einer Leichtigkeit und großer Erzählkraft gelingt es Ljudmila Ulitzkaja, oft mit wenigen Worten oder Sätzen die Lebensläufe der Mitglieder dieser Sippe darzulegen. Man leidet und freut sich mit ihnen und wünscht sich insgeheim, man wäre Teil einer solchen Sippe oder hätte wenigstens eine Tante vom Schlag der Medea.
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