Archiv 2002
08.12.02 - 14.12.2002
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"Stumme Schreie" ist schon der fünfte Roman von Karin Fossum, den ich dieses Jahr gelesen habe. Das kann getrost als Hinweis darauf verstanden werden, daß mir ihre Krimis rund um Kommissar Sejer ausgesprochen gut gefallen. "Stumme Schreie" zieht dabei mit dem ersten Krimi, den ich von ihr gelesen habe "Fremde Blicke" gleich. Eine ungeheuer dichte Geschichte wird hier erzählt, die wieder einen Einblick gewährt in das Leben und die Psyche von Menschen, die zusammen auf dem Land leben und einander "kennen". Sehr eindrücklich und auch berührend die Figur Gunder Jomann, der endlich glaubte am Ziel seiner Träume angekommen zu sein und sich dann in einem Albtraum wiederfindet, dem er aber mit einer großen Würde begegnet. Auch Kommissar Sejer mit seinem Kollegen Jacob Skarre kommen wieder sehr sympathisch herüber und ermitteln in der ihnen eigenen Art und Weise. Immer mehr Verdächtige tauchen auf, dann verengt sich die Spur scheinbar auf einen Verdächtigen, aber es bleibt ein Zweifel und die Spannung bleibt über das Ende hinaus bestehen.
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Einen wunderbarer, sehr phantasievollen aber auch fesselnden "Weihnachtsroman" hat Janne Teller hier als ihren Debütroman vorgelegt. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und die Art wie die Geschichte erzählt wurde, mit einer interessanten Mischung aus Phantasie, Märchen und Realität, sowie die dahinter steckende Idee sind wirklich toll. Hochinteressant auch, die Rolle, die die Religionen bzw. Anhänger diverser Religionen spielen, bzw. wie fanatischer Glaube und Endzeithoffnungen in die Geschichte verwoben sind. Wer sich dann auch noch für nordische Literatur und die skandinavische Sagenwelt, etc. interessiert, wird seine Freude an diesem Buch haben.
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Wenn du nichts mehr zu verlieren hast, hast du nur davor Angst, daran erinnert zu werden, was du verloren hast.
Aus: Janne Teller: Odins Insel
82.0 Odins Insel
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"Siehst du, holde Frau, die Menschen sind aus verschiedenen Stoffen gemacht. Wenn zwei aus dem Gleichen geschaffen sind, wird die Liebe entweder beide zerstören oder zu einem zusammenschmelzen. Ist man nicht aus dem gleichen Stoff geschaffen, wird man eines Tages weiterziehen."
Aus: Janne Teller: Odins Insel
Ein Roman und Krimi, der mir vergnügliche und spannende Stunden beschert hat. Boris Akunins Erzählweise erinnert zumal durch die Zeit, in der er seine Handlung spielen läßt, sehr an Dostojewski - welcher ja bekanntermaßen einer meiner Lieblingsautoren ist. Akunin zeichnet seine Figuren liebevoll und er läßt den Leser an deren Seelenleben ausgiebig teilnehmen. Die Geschichte selbst hat Spannung und es fiel mir schwer, das Buch zwischendrin mal aus der Hand zu legen, weil ich doch zu gern wissen wollte, wie es seinem Held, Fandorin weiter ergehen würde. Eine gelungener Auftakt zu dieser Krimi-Serie um Fandorin und ich freu mich schon jetzt darauf, den zweiten Band zu lesen und zu erfahren, wie es Fandorin weiter ergehen wird zumal nach dem Schicksalsschlag, der ihn getroffen hat.
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