Archiv 2002
29.09.02 - 05.10.2002
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heissa, dann ist ... nee, nicht Weihnachtstag, sondern der 9. Oktober und damit der Beginn der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Schon mal zur Vorbereitung ein paar Links:
Frankfurter Buchmesse - Das Portal
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Spiegel-Tagebuch Frankfurter Buchmesse
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Auf diesen Roman Henning Mankells war ich sehr gespannt. Und ich muß sagen, der Roman hat mich sehr bewegt und wird mich gedanklich sicher noch eine Weile beschäftigen. Er hat mich zurückgetragen nach Afrika, auf die Straßen der Städte dort, zu den Straßenkindern, die ich mit eigenen Augen gesehen habe. Erstaunlich, daß Henning Mankell in der Lage war, deren Lebenssituation so zu erzählen, wie er es hier tut, denn er trifft vieles auf den Punkt. Wer nie in Afrika war und Straßenkinder nur vom Hörensagen kennt, bekommt zumindest eine Ahnung. Wer in Afrika war, wird sagen, hier zeichnet einer eine Facette Afrikas, die traurig und fröhlich zugleich ist. Und wie man im Zusammenhang mit Straßenkindern von Fröhlichkeit sprechen kann, wird nur der verstehen, der sie selbst und ihr Leben kennengelernt hat. Nelio und sein Rudel wird der Leser so schnell nicht vergessen und es bleibt zu hoffen, daß der "Chronist der Winde" eines Tages gehört wird mit seiner Botschaft, nicht nur von einigen wenigen, sondern von vielen.
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66.1 Der Chronist der Winde
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Die Welt läßt sich nur auf schlechten Karten abbilden, sagte Abu Cassamo. Wir könnte man eine vollendete Karte von etwas herstellen, das so verwahrlost ist wie unsere Welt?
Aus: Henning Mankell, Der Chronist der Winde
66.0 Der Chronist der Winde
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Unter den Sternen ist der Mond der ewig Fremde.
Aus: Henning Mankell, Der Chronist der Winde
Mit diesem Krimi bin ich überhaupt nicht warm geworden. Zum Teil lag das vielleicht an der Sprache, die auf mich nach dem vorangegangenen Roman (Der Kirschblütenmörder) blass und langweilig wirkte. Zum Teil auch an der Geschichte selbst, die eher vor sich hinplätschert und in der sich schon ziemlich früh abzeichnet, wer wohl der Täter ist. Die Figuren in diesem Krimi wirken seltsam abstrakt und unbeteiligt. Da rettet auch nicht mehr die Idee einer eher ungewöhnlichen Mordwaffe etwas. Schade, man hätte mehr daraus machen können.
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Nach längerer Zeit mal wieder ein Roman, der von mir die vollen fünf Sterne bekommt und das ohne auch nur die Spur eines Zweifels, daß diese verdient sind. Laura Joh Rowland hat mit "Der Kirschblütenmord" den ersten Roman in ihrer Krimiserie um den Ermittler Sano Ichiro im mittelalterlichen kaiserlichen Edo vorgelegt. Schon nach wenigen Seiten ist man eingetaucht in diese fremde Welt und vergißt was ansonsten um einen herum geschieht. Zumindest mir ging es so. Die Geschichte ist ungeheuer dynamisch, spannend und verwickelt. Dazu kommt, daß die Autorin wirklich gründlich recherchiert hat und ein sehr fundiertes Bild vom mittelalterlichen Edo und den damaligen Lebensumständen und Sitten zeichnet. Zusätzlich dazu gibt es am Ende des Buches auch noch ein Glossar, das die verwendeten japanischen Begriffe erklärt. Sehr interessant auch, wie sie den Konflikt des Sano Ichiro zwischen der Liebe zur Wahrheit und Gerechtigkeit und der Liebe zu den Eltern sowie dem Gehorsamsgebot gegenüber Vorgesetzten oder anderen, denen man durch Beziehungen verpflichtet ist, beschreibt. Aber auch Action und Spannung kommen überhaut nicht zu kurz davon. Alle diese Elemente sind in diesem Roman perfekt zusammengeführt und ergeben alles in allem einen Roman, der mich bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat und schon nach der Hälfte des Buches wußte ich, daß ich mir schnellstmöglich den zweiten Fall von Sano Ichiro besorgen werde.
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