Archiv 2002
15.09.02 - 21.09.2002
20.9.02 18.9.02 16.9.02 15.9.02
Picknick auf dem Eis war der erste Roman von Andrej Kurkow, den ich gelesen habe. Ich war sehr angetan von diesem Roman und als mir nun kürzlich "Petrowitsch" in die Hände kam, war klar, ich mußte diesen Roman mitnehmen. Nun hab ich Petrowitsch gelesen und bin wieder höchst angetan. Über die eigentliche Geschichte möchte ich hier gar nicht viel sagen, denn gerade das macht einen Teil dieses Romans aus, daß man nicht schon von vornherein auf die Wendungen eingestellt ist. Kurkow fabuliert auch in diesem Roman wieder auf eine Weise, die einem Drahtseilakt zwischen moderner russischer Realität und phantasievollem Märchen gleicht. Einem gelungenen Drahtseilakt, wohlgemerkt. Kurkow verbindet in diesem Roman Liebesgeschichte, Abenteuerroman, Krimi und Gegenwartsroman zu einer fesselnden Synthese. Man taucht ein in diese Geschichte und mir ging es so, daß ich das Buch nur ungern aus der Hand legte, weil ich so gespannt war, wie diese Geschichte weitergeht und wie das Ganze am Ende ausgehen wird. Interessant, daß auch in "Petrowitsch" wieder ein ungewöhnliches Tier eine Rolle spielt, so wie der Pinguin Mischa in "Picknick auf dem Eis", nur daß es diesmal ein Chamäleon ist, als Sinnbild für Glück.
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"Rivalinnen". der dritte Roman von Asa Nilsonne um die Protagonistin Monika Pedersen, ist in Schweden mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet worden. In einigen Rezensionen in der schwedischen Presse hieß es euphorisch: "Schweden hat eine neue Krimikönigin". Ich kann diese Begeisterung leider nicht teilen. Positiv zu vermerken ist, daß dieser Band sicher der bisher beste Roman von Asa Nilsonne ist. Sie steigert sich bisher also, so daß es durchaus sein könnte, daß wir in der Zukunft noch besseres von ihr zu lesen bekommen. Interessant an diesem Roman ist die Verknüpfung des Mordes bzw. der Ermittlungen mit dem Frust und der Erschöpfung überarbeiteter Polizisten und Ärzte. Ebenfalls interessant die Thematik der Ausländer in Schweden, die dadurch angerissen wird, daß Monika Pedersen einen neuen Kollegen irakischer Abstammung bekommt und einer der Tatverdächtigen Marokkaner ist. Der Mord selber kommt unspektakulär daher. Das einzig spektakuläre ist, daß das Mordopfer eine angesehene und gefeierte schwedische Schauspielerin war. Bei den Ermittlungen tauchen jedoch immer mehr Verdächtige und mögliche Motive auf und bald ist auch klar, daß im Leben der Schauspielerin manches nicht so glänzend und schillernd war, wie es zunächst schien. Richtig "spannend" fand ich persönlich den Roman nicht, aber wegen der mit eingebundenen Themen interessant. Wer nur eines der Bücher aus der Serie lesen möchte, dem würde ich "Rivalinnen" empfehlen.
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Der zweite Roman von Åsa Nilsonne um ihre Protagonistin Monika Pedersen ist besser gelungen, als der erste Band. Eine junge Frau wird erschlagen aufgefunden und zunächst gibt es keinerlei Spuren oder Motive für den Mord. Monika Pedersen, die für ein halbes Jahr zur Kriminalpolizei versetzt worden ist, wird zusammen mit zwei Kollegen an die Ermittlungen geschickt und bald tut sich für sie eine Spur auf, die, sollte sie sich bewahrheiten katastrophale Auswirkungen hätte. Doch ihre Kollegen sind auf einer ganz anderen Spur und bald können sie auch einen Verdächtigen verhaften. Monika Pedersen steht vor der Entscheidung, ob sie ihre eigenen Spuren weiterverfolgen soll oder der durchaus plausiblen Spur ihrer Kollegen folgen soll.
Dieser Roman ist auf jeden Fall spannender als der erste Band dieser Reihe. Doch auch der zweite Band leidet darunter, daß auf der einen Seite manches zu simple und einfach gestrickt ist und auf der anderen Seite zu hoch gegriffen wird, was evtl. Hintergründe angeht. Trotzdem ist das Szenarium dieses Bandes glaubwürdiger als der des ersten Bandes. Auch die Figur der Monika Pedersen wird etwas realisistischer gezeichnet. Sie wirkt aber teilweise seltsam unreif und die eingestreute Episode um einen Disco-Besuch samt Männerbekanntschaft wirkt aufgesetzt und unnötig.
Für mich mit das interessanteste an diesem Band war der wissenschaftliche Teil, denn im Bereich der Virenforschung war das Mordopfer tätig und dahin führen die Spuren Monika Pedersen letztlich auch.
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Dünner als Blut ist der erste Krimi den Åsa Nilsonne vorgelegt hat. Die Streifenpolizistin Monika Pedersen kommt aufgrund einer Grippe-Epidemie, die die Reihen der Kriminalpolizei gnadenlos ausgedünnt hat, als Aushilfe zur Kriminalpolizei, wird dort mehr oder weniger sich selbst überlassen und stolpert zufällig in die Ermittlungen um einen Toten, bei dessen rein zufälliger Obduktion durch eine der Koryphäen der Wissenschaft der Pathologie, Ungereimtheiten aufgetreten sind. Sie beginnt zu ermitteln und findet heraus, daß der Tote ein Teilnehmer bei einer medizinischen Studie für ein neues Medikament war. Sollte hier ein negatives Ergebnis der Studie verhindert werden, um die Gelder zu retten, oder steckt ganz etwas anderes hinter dem Mord?
Überzeugen konnten mich hier weder die Figur Monika Pedersen noch die Story selbst. Alles wirkt zu konstruiert und die Protagonistin stolpert herum, wie das blinde Huhn, das eben auch mal ein Korn findet, bzw. die Streifenpolizistin, die endlich mal Kriminalkommissarin spielen darf und ihre große Chance gekommen sieht, zu beweisen, was in ihr steckt. Wirklich spannend bzw. fesselnd, ist die Story nicht. Ich bin gespannt, ob die Folgebände interessanter werden und vor allem, ob Monika Pedersen dann etwas an Format gewinnt.
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