Archiv 2002
06.07.02 - 13.07.2002


12.7.02

40.0. Das achte Gebot  vier Sterne

Nach "Blinde Göttin", der zweite Roman von Anne Holt, den ich gelesen habe. Und "Das achte Gebot" hat mir noch besser gefallen. Fesselnd bis zur letzten Seite, lockt Anne Holt den Leser immer wieder auf neue Fährten und in neue Spekulationen über den Täter und den tatsächlichen Ablauf der Dinge, nur um dann wieder einen unerwartete Wendung herbeizuführen, die alles wieder auf den Kopf stellt. Das Motiv hinter dem ersten Mord fand ich hochinteressant - zumal in unserer heutigen Zeit. Neben dem Erzählstrang, der direkt mit dem Mord und den Ermittlungen zu tun hat, hat mich aber auch der zweite Erzählstrang, der die private Situation von Kommissarin Hanne Wilhelmsen behandelt diesmal sehr gepackt - fast ebenso spannend und dramatisch wie der Fall selber. Hanne Wilhelmsen, ist eine Figur, mit der ich mich selbst in mancher Hinsicht gut identifizieren konnte. Ich kann "Das achte Gebot" durchaus weiterempfehlen.
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11.7.02

Fernsehtip der Woche

Sonntag, 14.7.2002 um 20.15 Uhr auf RTL "Simon Birch" - Die Verfilmung von John Irvings "Owen Meany" ... falls es die hier mitlesenden Irving-Fans interessiert. Ich würde den Film ja gern am Sonntag sehen, aber ich bin nicht da. Hab aber jemanden gefunden, der mir alles aufnimmt. Bin gespannt, wie der Film ist, obwohl ich mir recht sicher bin, daß man "Owen Meany" nicht wirklich verfilmen kann.
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8.7.02

39.0. Timeline  fünf Sterne

Mit "Timeline - Eine Reise in die Mitte der Zeit" hat Michael Crichton einen weiteren klasse Roman vorgelegt. Für mich lag die Faszination bei diesem Roman in der Mischung zwischen moderner Wissenschaft (der Quantenphysik und Quantentechnik) und dem Leben im Mittelalter. Spannend und in schnellem Tempo entwickelt sich die Handlung. Mehrere Historiker werden im Rahmen eines geheimen Forschungsprojekts per Quantentechnik ins Mittelalter geschickt, wobei es sich nicht um eine sog. "Zeitreise" handelt sondern sozusagen den Wechsel in ein Paralleluniversum. Durch unglückliche Umstände wird die Gruppe, die von zwei in diesem Wechseln erfahrenen Leuten begleitet wird, gleich zu Beginn auseinandergerissen und verliert seine beiden Begleiter. Nun müssen sich die Historiker allein durchschlagen und stellen bald fest, daß manches im Mittelalter anders ist/war, als sie es durch ihre Forschung dachten. Derweil gibt es im Forschungsprojekt einen Unglücksfall wodurch die Anlage, mit deren Hilfe die Historiker in das Paralleluniversum geschickt wurden ausfällt. Die Zeit tickt für die Reisenden, die nicht nur unter erschwerten Bedingungen ihre Mission erfüllen müssen, sondern auch in die Wirren der Machtkämpfe im Mittelalter verwickelt werden, ohne zu ahnen, daß ihre Rückkehr in ihr eigenes Universum nicht mehr gewährleistet ist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt auch im Forschungsprojekt. Spannend bis zuletzt bleibt dieser Roman - mit einer unerwarteten Wendung am Ende.

Hier noch ein interessanter Artikel zum Thema.
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38.0. Mein Herz blieb in Afrika  zwei Sterne

Miriam Mathabane schildert ihre Kindheit und Jugend, die sie in Südafrika erlebte zur Blütezeit der Apartheit und dem Zusammenbruch dieses Systems. Für mich vor allem deswegen interessant, weil ich während dieser Zeit selber in Südafrika war und die Situation im Land etwas kenne. Wer die Slums oder auch Townships mit eigenen Augen gesehen hat und sich gefragt hat, wie man dort leben kann, der bekommt hier eine Teilantwort. Die alltäglichen Probleme, Ängste und der Traum von einem besseren Leben, das alles findet sich in dieser Autobiographie. Politsches wird nur ganz am Rande gestreift, auch eine Analyse findet sich nicht. Es ist schlicht und einfach ein Bericht eines Menschen, der während dieser Zeit großgeworden ist.
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