Archiv 2002
16.06.02 - 22.06.2002


22.6.02

37.4. Das Brot des Lebens

Brot entsteht von allein, sofern es deine Liebe, deine Hilfe und die Fantasie erfährt, die durch dich hindurchströmt. Mit dem Teig in Händen verwandelst du dich in eine Brot schaffende Kraft.
Aus: Judi Hendricks, Das Brot des Lebens
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21.6.02

37.3. Das Brot des Lebens

Ich hatte noch nie versucht, mich als Mutter zu sehen. Warum, wusste ich nicht. Vielleicht lag es an meinem Beruf. Wie oft stand ich in den Pausen im Türrahmen eines Klassenzimmers, des Lehrerzimmers oder der Cafeteria, betrachtete das heillose Chaos um mich herum und fragte mich kopfschüttelnd, warum sich Gehirne so spät der Entwicklung ihres Körpers anpassten - und manchmal auch nie! Warum mussten aus kleinen, entzückenden, Engelchen diese verdrossenen Halbstarken und schwachsinnigen Kicherliesen werden?
Aus: Judi Hendricks, Das Brot des Lebens
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20.6.02

37.2. Das Brot des Lebens

Der salzige Wind peitscht mir das Haar ins Gesicht und lässt meine Augen tränen. Ich wende mich nach Norden, steige über Seegrasbüschel hinweg, über zerbrochene Muschelschalen und einen halben Taschenkrebs, der mit Fliegen bedeckt ist. Ich habe gelesen, wenn man den Tod nahen fühlt, denkt man als Erstes Dinge wie "Ich kann gar nicht sterben. Ich habe ja noch Opernkarten für die nächste Woche." Warum ist das so? Warum versuchen wir uns angesichts des Unvorstellbaren hinter Trivialitäten zu verschanzen?
Aus: Judi Hendricks, Das Brot des Lebens
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37.1. Das Brot des Lebens

Angestrebte Tätigkeit. Keine Ahnung wäre wohl nicht so orginell. Ich schreibe Büro. Bisschen vage vielleicht. Fähigkeiten. Ich starre auf die leere Zeile, die immer länger zu werden scheint. Sie macht mir Angst
Andererseits - nun ich kann immer noch "L'Eptaphe" von Francois Villon aufsagen oder die Auswirkungen der Industriellen Revolution auf den englischen Roman diskutieren. Was noch? Ich kann perfekt Reis kochen, und zwar so, daß unten im Topf kein Wasser bleibt und die Körner nicht aneinander kleben. Ich kann vertrocknete Preisel- und Wacholderbeeren wiederbeleben und geronnene Dickmilch aufmöbeln. Und falls Sie einen zähen Braten mit Flaschenkorken zart gerollt oder Kerzenwachs mit Löschpapier aus dem Tischtuch gebügelt haben möchten, wär ich goldrichtig.
Aus: Judi Hendricks, Das Brot des Lebens
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37.0. Das Brot des Lebens

Irgendwann vor einiger Zeit stieß ich beim unkontrollierten Herumstöbern bei Amazon auf dieses Buch. Titel und Cover übten eine geradezu magische Wirkung auf mich aus - keine Ahnung warum, aber schwupsdiwups stand es auf meiner Liste zu erstehender Bücher. Ich dachte allerdings, es würde doch noch länger dauern, da es sich ja noch um die gebundene Ausgabe handelt, die entsprechend teuer ist. Doch dann kam es zu einem Tausch, mehrere Bücher, die ich abgeben wollte, gingen hierher und dafür bekam ich eben "Das Brot des Lebens". Dann mußte ich erstmal noch ein anderes Buch zuende lesen ... aber jetzt, ich muß gestehen, ich bin sehr gespannt.
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19.6.02

36.0. Die Feuerprobe  vier Sterne

Der dritte Roman von Laurie R. King, den ich dieses Jahr schon gelesen habe. Und wieder "anders" aber mit einem klasse "Hintergrundthema". Die Theologieprofessorin Anne Waverly wird vom FBI in eine Gruppierung eingeschleust, um herauszufinden, was dort vor sich geht und ob dort Gefahr im Verzug ist. Sie selber hat Mann und Tochter durch einen kollektiven Selbstmord innerhalb einer Sekte verloren und dieser Fall, wühlt das Vergangene wieder auf. Lange scheint es so, als ob die Gruppierung einfach nur ein bißchen verrückt aber doch harmlos ist, doch dann kommt es zum dramatischen Showdown. Spannend geschrieben und was die Hintergrundinfos zum Thema Kulte angeht, hochinteressant - zumindest für mich. Und es wird mit Sicherheit auch noch einen weiteren Roman von Laurie R. King für mich geben, dieses Jahr. *g*
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