Archiv 2002
03.03.02 - 09.03.2002


9.3.02

12.3. Der Novembermörder  fünf Sterne

Das Buch hat mich wirklich begeistert. Klasse Story, spannend bis zum Ende, toll geschrieben mit liebevollen kleinen Details und mit Sicherheit nicht das letzte Buch, das ich von Helene Tursten gelesen habe! Ihre Kommissare sind liebevoll gezeichnet und entwickelt und besonders die Inspektorin Irene Huss kommt sehr sympathisch und natürlich herüber. Für mich voll nachvollziehbar, daß man in Schweden über dieses Debüt von Helene Tursten gejubelt hat und sich über eine neue erstklassige Krimiautorin freut.
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8.3.02

Astrid Lindgren Literaturpreis

Die Schwedische Regierung hat gestern einen mit 5 Millionen schwedischen Kronen (551 000 Euro) dotierten Astrid-Lindgren-Literaturpreis gestiftet. Er soll für Leistungen zur Förderung des Lesens bei Kindern und Jugendlichen vergeben werden. In der Jury sind auch Angehörige der Kinderbuchautorin vertreten. Der Preis soll erstmals am 8. März verliehen werden, danach jährlich.
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7.3.02

12.2. Der Novembermörder

"... Der Grund, warum Valle Reuter am Mordabend und in der Mordnacht nicht zu Hause war: Er hat die Nacht mit siener so genannten Freundin, Gunnel Forsell verbracht, wie schon seit drei Jahren. Er hat die Adresse schließlich herausgerückt und ich habe heute Vormittag mit ihr gesprochen. Sie war nicht besonders erfreut über die Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wurde, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zuerst weigerte sie sich, mich zu sehen. Aber ich habe damit gedroht, sie mit dem Peterwagen abholen zu lassen, wenn sie nicht einwilligt. Da wurde sie friedlicher, denn die Nachbarn in dem feinen Mietshaus in der Stampgatan haben wohl kaum eine Ahnung, welcher Nebentätigkeit die kleine Frau Forsell nachgeht. Eine Nebentätigkeit, die ihr doppelt so viel einbringt wie ihr sonstiger Job. Ratet mal, was sie normalerweise arbeitet?"
Birgitta sah sich unter den Kollegen um, die interessiert ihren Ausführungen gefolgt waren. "Stripperin", "Kindergärtnerin", "Krankenschwester" lauteten einige Vorschläge.
Birgitta schüttelte lächelnd den Kopf.
"Alles falsch! Sie ist Bibliothekarin!"
Alle um den Tisch sahen verblüfft drein. Etwas so Langweiliges hatte sich keiner vorgestellt. Jonny Blom flüsterte Fredrik Stridh zu: "Ha, stille Wasser sind tief!"
Aus: Helene Tursten: Der Novembermörder

Das ist nun schon die zweite Bibliothekarin, die in der Geschichte auftaucht. Entweder, Helene Tursten ist selber Bibliothekarin und will endlich mal aufklären, daß Bibliothekarinnen nicht immer die grauen Mäuse sind, als die sie manchen erscheinen, oder aber Bibliothekarinnen faszinieren grundsätzlich. ;o) Mal sehen, ob noch weitere Bibliothekarinnen auftauchen - und nein, der Roman spielt eigentlich nicht im Bibliotheks-Metier.
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12.1. Der Novembermörder

Das ältliche Dackelfrauchen plauderte gern über alles Mögliche, ausgenommen die Geschehnisse vom gestrigen Abend. Irene erfuhr von ihrer kinderlosen, aber glücklichen Ehe, ihrer Zeit als Bibliothekarin in der Stadtbibliothek und der unerschöpflichen Quelle der Freude, die Snobben in den letzten acht Jahren für sie war. Mit leichter Verzweiflung lehnte Irene artig den zehnten Kuchen ab - Mürbeteig mit Himbeerkonfitüre - und beschloss, zur Sache zu kommen. Sie schob die Kaffeetasse von sich und wurde ganz Polizeibeamtin.
Aus: Helene Tursten: Der Novembermörder

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12.0. Der Novembermörder

Dies ist der erste Roman von Helene Tursten, den ich lese, zugleich war es ihr Debüt-Roman. Bei Ihr ist es Kommissarin Irene Huss, die ermittelt - zusammen mit ihren Kollegen. Bisher gefällt mir das Buch sehr gut. Wenn ich mit dem Buch fertig bin, schreib ich noch mehr dazu. :)
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3.3.02

11.9. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins  drei Sterne

Ein interessanter Roman, auf jeden Fall. Viele sehr interessante Gedankengänge aus sehr unterschiedlichen Perspektiven, was mir immer gefällt. Auch den in die Geschichte eingebetteten philosophischen "Exkursen" konnte ich durchaus etwas abgewinnen. Gleichzeitig liegt eine seltsame Traurigkeit oder Melancholie über dem Roman und seinen Figuren. Die "Leichtigkeit" findet sich aus meiner Sicht kaum. Alles scheint auf einem doch irgendwie vorgezeichneten Weg ins Scheitern, in die Niederlage zu führen. Die Figuren erscheinen mir ungeheuer fatalistisch. Echten Kampf findet man nicht, als seien Dinge, die einem geschehen unausweichlich, egal wie sehr man auch versucht, einen anderen Weg einzuschlagen. Sehr interessant fand ich persönlich die Teile des Romans, wo es um das Erleben der Hauptfiguren während des Prager Frühlings und seiner Folgen geht. In den großen Jubel über diesen Roman vermag ich nicht so recht einzustimmen, ohne für mich selbst wirklich festmachen zu können, woran das liegt. Ein Buch, ein Roman, der mir gefallen hat, ja! Begeistert hat er mich jedoch nicht.
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