Archiv 2002
06.01.02 - 12.01.2002
12.1.02
Das Wüten der ganzen Welt
Von Maarten t'Hart habe ich "Das Wüten der ganzen Welt" - nein nicht gelesen, aber als Hörbuch bzw. Hörspiel gehört. Hat mir sehr gut gefallen. Da das Buch ja sicher noch etwas ausführlicher ist, sicherlich eine empfehlenswerte Lektüre.
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3.1. Der ehrenwerte Mörder
...In der Frage des Urins war man jedoch noch nicht sehr weit gekommen. Beim SKL hatte man sich zunächst damit begnügt, ein paar gut durchfeuchtete Teile der beschmutzten Generalsuniform auszuschneiden, um dann in der Zentrifuge zwei ziemlich kontaminierte Proben zu isolieren. Die Proben waren dann ans gerichtschemische Labor des Staates gegangen, wo man kaum mehr geschafft hatte, als eine organoleptische Untersuchung der Proben vorzunehmen. In normaler Sprache bedeutete dies, daß man an dem Inhalt gerochen und festgestellt hatte, daß es sich um Urin handelte. Im Lauf des Tages würden eingehendere Untersuchungen erfolgen, und zwar während der normalen Arbeitszeit nach 9.00 Uhr. "Soweit ich ich erinnere, habe ich selbst mit einigen Kollegen diese organoleptische Untersuchung schon am Sonnabend vorgenommen", knurrte Rune Jansson übellaunig und erregte damit bei den Zuhörern eine nicht beabsichtigte Heiterkeit. Jan Guillou, Der Ehrenwerte Mörder, Piper 2001
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11.1.02
Tja, so kann es gehen ;o)
Seine vier Wände sind ringsherum mit Büchern
zugestellt. Und alle zeigen ihm den Rücken!
Franz Christoph Schiermeyer
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10.1.02
Ausgaben
Nur "for the records" ... meine ersten Euro habe ich ausgegeben für ... na, für was wohl? Richtig! Für Bücher. *g*
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9.1.02
3.0. Der ehrenwerte Mörder
Nach der vorangegangenen "Hammerlektüre" freu ich mich jetzt auf diesen Krimi aus Jan Guillous "Coq-Rouge-Serie". Es handelt sich um den 5. Band der Reihe und nachdem mir die vier vorangegangenen Bände sehr gut gefallen haben und die Handlung im 4. Band sogar noch an Tempo zugelegt hat und die Erzählung noch vielschichtiger wurde, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Oder?
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2.2. Bilder von ihr 
Ich habe das Buch gelesen. Und festgestellt, daß ich dazu hier nicht viel sagen kann. Dazu hat es mich an manchen Stellen einfach zu sehr betroffen und aufgewühlt. Ich werde mit Sicherheit noch viel über dieses Buch und einiges was darin steht nachdenken. Ich bin erleichtert, daß ich es im Nachhinein als lohnend empfinde, daß ich es gelesen habe, gerade weil es sehr hart war.
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8.1.02
2.1. Bilder von ihr
...und ich fügte hinzu: "Suzannah ist gestorben". Ich weiß nicht, warum ich immer diesen Ausdruck benutze, anstatt zu sagen: "Suzannah ist tot." Tot - das klingt so viel klarer, direkter. Und härter. Vielleicht ist es mein Empfinden, das mich dazu bringt, es weicher auszudrücken, weich von der Art einer kratzigen Bastmatte auf einem abgeschabten Fliesenboden. Aber "gestorben" klingt, als sei es erst vor kurzem geschehen. Suzannah ist vor nicht ganz zwei Jahren gestorben, genauer gesagt, vor einem Jahr, acht Monaten und fünfundzwanzig Tagen. Ich war nicht dabei. Karen-Susan Fessel, Bilder von ihr, Piper 2001 |
Ich habe es geahnt. Es wird hart werden, dieses Buch zu lesen. Was oben steht könnte auch ich wortwörtlich so geschrieben haben. Mir geht es mit Ellies Tod genauso. Ich sage auch nach wie vor sie ist "gestorben" oder "verstorben", aus genau den obigen Gründen. "Tot" klingt brutal, endgültig und obwohl ich weiß, daß es brutal und endgültig ist, reicht es mir, es zu wissen, zu spüren, ich will es nicht auch noch so ausdrücken müssen.
Warum tu ich mir dieses Buch überhaupt an? Vielleicht, weil ich hoffe mich und meine Gedanken, meine Empfindungen seit dem Tod von Ellie, wiederzufinden bei einem anderen Menschen - und sei es nur eine Roman-Figur - , der das Gleiche durchgemacht hat. Vielleicht erhoffe ich mir auch, daß mir das Buch hilft auf dem Weg weiter, mir neue Horizonte aufzeigt. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur schon jetzt, nach wenigen Seiten, es wird hart werden, aber es könnte eben auch sehr lohnend sein.
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2.0. Bilder von ihr
Auf dieses Buch hat mich jemand aufmerksam gemacht und gemeint, es wäre vielleicht was für mich. Nachdem ich erfuhr, worum es in dem Buch geht, habe ich gezögert, es wirklich zu lesen. Es geht um eine Freundschaft, die dadurch ihr Ende findet, daß eine der Freundinnen stirbt. Die überlebende Freundin erzählt quasi die Geschichte und das knapp zwei Jahre nach dem Tod ihrer Freundin. Auch der Tod meiner besten Freundin liegt jetzt 2 Jahre zurück, so daß es da eine gewisse Parallelität gibt. Ich hatte und habe Angst, daß das, was ich zu lesen bekommen werde, mir doch noch zu nah geht, und es mich zu sehr mitnimmt. Aber irgendwie ging mir das Buch nicht mehr aus dem Kopf. Jetzt hab ich es hier liegen und werde es anfangen. Aber ich habe mir selber zugestanden, daß wenn es zu hart wird, ich es auch beiseite legen kann. Ich weiß daher nicht, ob ich es bis zu Ende werde lesen können oder nicht. Mal schaun.
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1.9. Owen Meany 
So, ich habe Owen Meany durchgelesen, und ich bin froh, daß ich das Buch gelesen habe. Ein Roman, der fesselt, der berührt und nachdenklich macht. Ein Roman, den man nicht verpassen sollte, selbst wenn vieles sich speziell auf Amerika bezieht. Aber vieles darin ist sicher universell gültig. Ein Buch, das mich mehr als einmal wirklich zum Lachen gebracht hat - und ich lach beim Lesen eines Buches nicht so schnell, das mich aber auch traurig gemacht hat an manchen Stellen. Mein Urteil: "großartig"
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1.8. Owen Meany
Nicht Gott baut Mist, sondern die Schreihälse, die an ihn zu glauben und ihre Ziele in seinem Namen zu verfolgen behaupten! John Irving: Owen Meany, Diogenes, 1992
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1.7. Owen Meany
Canon Campbell, Friede seiner Seele, hat mir immer gesagt, es sein ein durchaus ehrbares Ziel, sein ganzes Leben lang Kind bleiben zu wollen John Irving: Owen Meany, Diogenes, 1992
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7.1.02
1.6. Owen Meany
Immer wenn jemand nichts als Schwachsinn von sich gab, sagte Owen Meany: "Was du da eben gesagt hast, weißt Du, was das ist? Das ist was fürs Fernsehen - Jawohl! John Irving: Owen Meany, Diogenes, 1992
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LOL... es scheint, was das Fernsehen angeht, hat sich nicht allzu viel geändert! ;o)
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6.1.02
1.5. Owen Meany
Eigentlich müßte mir ja klar sein, daß ich in der New York Times nicht einmal mehr eine Schlagzeile lesen sollte; dennoch ist - wie ich meinen Schülern immer wieder erklärt habe - der Gebrauch des Semikolons in dieser Zeitung beispielhaft.
Reagan für Entschlossenheit im Golf; weitere Pläne unklar
Ist das nicht ein klassisches Beispiel? Ich meine nicht das Semikolon; worauf es mir ankommt: ist es nicht genau das, was die Welt braucht? Unklare Entschlossenheit! Das ist typisch amerikanische Politik: unklar sein, aber auf jeden Fall entschlossen vorgehen!
John Irving: Owen Meany, Diogenes, 1992 |
Interessant, auch vor dem gegenwärtigen weltpolitischen Hintergrund. Noch interessanter allerdings, daß das hier ein amerikanischer Schriftsteller schreibt.
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